Montag, 8. August 2011

Forum Flucht und Asyl am 08.08.2011

Top 1: Kurze Vorstellung und Vorbringung von aktuellen Anliegen
Es werden Freiwillige gesucht, die mit den Kindern in der Schülestraße und der Windprechtstraße Unternehmungen machen (schwimmen, Musik machen, etc.)
Die GEW Hochschulgruppe plant am Anfang des Semesters einen "Flüchtlingstag", dabei wird es ein Programm für Kinder und Erwachsene geben; auch ein Vortrag ist in Planung
Die geplante Resolution könnte in das Stadtentwicklungskonzept des Stadtplanungsamts integriert werden; Aktuelles um die Agenda 21 können hier nachgelesen werden
Die Partei die LINKE wollte Kinder einladen zu ihrem sommerfest, hatte allerdings keinen Kontakt zum AK Schwabmünchen
Die Schülestraße wird nach und nach in ein Männerheim umgewandelt

Top 2: Situation Tür an Tür - Projekte des Europäischen Sozialfonds laufen aus
Die Projekte (Diakonie, Caritas, Kinderbetreuung) die im Haus von Tür an Tür angesiedelt sind und über den europäischen Flüchtlingsfond finanziert sind laufen zum 31. August aus. Wichtig ist, da die Situation sehr Ernst ist, die Angelegenheit stärker in die Presse und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Top 3: Spendenakquise
Es werden verschiedene Möglichkeiten durchgespielt um an neues Geld für Projekte zu gelangen, vor allem um die Fahrkarten für die Flüchtlinge zu zahlen. Einige Mitglieder des Forums werden entsprechende Anfragen an verschiedene Stellen weiterleiten.Weiterhin werden Unterrichtsmaterialien und Bücher gesucht, Interessierte bitte an die Mailadresse des Forums wenden.

Top 4: Wohnungssuche Patenschaften
Es fehlt eine Art Wohnbüro, an dem sich Flüchtlinge informieren können über Wohnungen und Beratung abholen können. Außerdem werden Kontakte für Paten gesucht, die bürgen können, da es oft Sprachprobleme zwischen potentiellen Mietern und Vermietern gibt. Eventuell könnte man sich an die früher regenerierten Save-me Paten wenden, dafür sollte der Augsburger Flüchtlingsrat informiert werden. Ansprechpartner sind Margot Laun und Matthias Schopf-Emrich, die ein Begleitungskonzept entwickelt haben und inzwischen sehr erfolgreich in Zweierteams arbeiten.

Top 5 : Vorschlag für eine Resolution / Statement
Weitere Ausarbeitung der Resolution durch eine durch das Forum gebildete Arbeitsgruppe - die alte Fassung soll dabei überarbeitet werden.

Top 6: Neues um das Flüchtlingslager Schwabmünchen
Am 27.08. wird es um 16:00 ein Sommerfest vom AK Schwabmünchen geben, alle sind eingeladen sich daran zu beteiligen. Die Zeit für die Sprachkurse in Schwabmünchen beträgt ca. 2 Std. pro Woche und läuft denkbar schlecht. Das Magazin Monitor war in der Unterkunft und hat gefilmt, die Sendung wird im August ausgestrahlt und über das Forum bekannt gegeben. Auch die Stadtzeitung hat sich bereit erklärt einen Beitrag aufzunehmen.

Top 7: Sonstiges
Nächstes Treffen ist der 12.09.2011 in den Räumen von Tür an Tür

Protokollführung: Mathias Fiedler

Dienstag, 2. August 2011

Einladung zum 5. Treffen

Das nächste Treffen findet am Hohen Friedensfest, Montag, 08.08.11 um 18 Uhr, bei Tür an Tür statt. Vorschläge für Tagesordnungspunkte können gerne per Email vorab gesendet werden.

Breaking News: Abschiebekrimi am Flughafen München

Aktivisten und Aktivistinnen verhindern Abschiebung am Münchner Flughafen:

Proteste in Frankfurt und München +++ Passagieren wurde 250 Euro für Flugumbuchung geboten +++ Am Ende der Erfolg: Abdilahi kann bleiben +++ Flughafendemonstration gegen Abschiebungen am Samstag
Rückblick: AktivistInnen der Karawane München, des Bayerischen Flüchtlingsrates, der antifa.nt und vom Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main haben in letzter Sekunde die Abschiebung des somalischen Flüchtlings Abdilahi Mohamed nach Malta verhindert. Auf Malta hatte er sich nach einer traumatisierenden Überfahrt, bei der ein guter Freund von ihm ertrank, ein Jahr lang unter katastrophalen Bedingungen in Haft befunden, bevor er nach Deutschland weiterfloh. Sowohl am Flughafen München als auch bei der Niederlassung von Air Malta in Frankfurt fanden zeitgleich Protestaktionen statt. Air Malta signalisierte der Bundespolizei, dass sie Abdilahi Mohamed aus Gründen der Flugsicherheit nicht mitnehmen werden.

Doch die Bundespolizei gab nicht auf: Per Lautsprecherdurchsage wurde Passagieren 250 Euro für Flugumbuchungen geboten, um weitere Sitze für die Bundespolizei buchen und damit die Sicherbedenken der Airline ausräumen zu können. Nachdem Passagiere gegen die Abschiebung in ihrem Ferienflieger protestierten, entschied am Ende der Pilot: Abdilahi Mohamed wird doch nicht mitgenommen.

Liveticker: hier klicken

Samstag, 30. Juli 2011

Demonstration am Münchner Flughafen

Millionen Urlaubsreisenden gilt das „Tor zur Welt“ als Sprungbrett ins erholsame Vergnügen, Geschäftsleuten nutzen das Luftverkehrskreuz wie selbstverständlich zum zunehmend globalen Marketing. Gleichzeitig ist der Flughafen für die Grenzpolizei eine EU-Außengrenze, gleichermaßen Kontrollposten und Abschiebeplattform. Dementsprechend erleben Tausende von MigrantInnen und Flüchtlinge schon bei ihrer Ankunft den Flughafen München als Nadelöhr für rassistische Kontrollen und Internierung oder später als Endstation vor der Abschiebung.

895 Menschen wurden laut offizieller Statistik 2010 vom Münchener Flughafen abgeschoben, dazu kommen noch ca. 1 700 sogenannte “Zurückschiebungen” und direkte “Zurückweisungen”. Damit ist der Münchener Flughafen nach den Flughäfen Frankfurt und Düsseldorf einer der wichtigsten deutschen Abschiebeflughäfen!

Der Flughafen ist Tatort permanenter Menschenrechtsverletzungen! – Abschiebungen stoppen!

Das bedeutet, dass jedes Jahr mehr als 2000 Menschen vom Flughafen München aus abgeschoben werden - jede einzelne Abschiebung ist zu viel! Abschiebung bedeutet, dass ein Mensch gewaltsam von FreundInnen und Familie, von ihrem/seinem Leben hier in Deutschland, getrennt wird. Abschiebung bedeutet, dass die Träume einer Person, die nach einem besseren Leben, nach einer besseren Zukunft, nach Lebensunterhalt für sich und für zu Hause gebliebene Angehörige gesucht hat, brutal zerstört werden. Und Abschiebung bedeutet auch, dass jemand, die/der Sicherheit und Schutz gesucht hat, nachdem sie/er vor Verfolgung und Unterdrückung, vor Krieg und Armut, vor Folter und Vergewaltigung, geflohen ist, in die schreckliche Situation zurückgeschickt wird, aus der sie/er zuvor entkommen ist.

Gegen Abschiebungen – Für globale Bewegungsfreiheit
Aufruf zur Demonstration im Münchener Flughafen

Wann? 
Am Samstag, 6. August
  
Wo?
Wir treffen uns um 12.30 Uhr im Hauptbahnhof am großen Service Point in
der Gleishalle. Von dort fahren wir gemeinsam zum Flughafen.

Falls ihr das nicht schafft:
Die Auftaktkundgebung ist um 14 Uhr im MAC-Forum im Flughafen (Freifläche zwischen Terminal 1&2).


Es werden noch Musikanten und Musikantinnen gesucht, die Lust haben die Demo "unelektrisch" zu untermalen! Bringt Koffer mit zur Demo, sie werden vor Ort noch ein wenig "politisch getunt"! (Kann danach natürlich wieder rückgängig gemacht werden...).

Sonntag, 24. Juli 2011

Neues Protokoll vom 11.07.2011 online

Die Protokolle wurden geupdatet und sind inklusive dem Neuesten hier abrufbar.

Dienstag, 12. Juli 2011

Forum Flucht und Asyl am 11.07.2011

Top 1.: Vorschlag für eine gemeinsame Resolution/ein Statement
Matthias Schopf-Emmrich und Peter Feininger sind dabei einen Vorschlag für eine Resolution zu erarbeiten. Diese wird über den Verteiler herum geschickt und kann dann diskutiert und kommentiert werden. Bis Herbst 2012 soll dieser Prozess beendet sein. Am Ende soll sie von möglichst vielen Organisationen gemeinsam unterzeichnet werden, um damit maximalen Druck aufzubauen. Sie soll dann der Stadt Augsburg übergeben werden.

Top 2.: Bericht des AK Schwabmünchen
Bei einem Gespräch mit den BewohnerInnen der Flüchtlingsunterkunft in Schwabmünchen wurden Anliegen und Wünsche der Frauen und Familien gesammelt.
Punkt eins ist, dass sie sich am dringendsten einen Deutschkurs wünschen, der auch für Menschen zugänglich ist die keinen Pass haben. Sie sind dort im Industriegebiet von Schwabmünchen schon genug isoliert. Mangelnde Sprachkenntnisse verschlimmern die Situation noch zusätzlich
Amnesty wird in ihrer Schwabmünchner Gruppe nachfragen
Anfragen an den Careerservice der Uni (Anna und Tobi)
Anzeige im örtlichen Stadtanzeiger
Punkt zwei ist, dass die Flüchtlinge schlecht mit Alltagsgegenständen ausgestattet sind, wie z.B. Handtücher, Bettwäsche, Dekogegenstände, Sofas, Fahrräder usw.
Es wird eine Liste erstellt, die dann verteilt werden kann um die Bevölkerung mit einzubeziehen. Es muss noch das Transportproblem gelöst werden. Am besten mit einem Anhänger Viertelweise durch die Stadt fahren und die Spenden einsammeln. (Wer jetzt schon etwas hat kann sich an die Emailadresse des Forums wenden.)
Punkt drei ist, dass die Fahrtkosten von Schwabmünchen nach Augsburg zu teuer für die Flüchtlinge sind. Mit 40 Euro Taschengeld kommt man nicht weit. Für die Fahrten zu unseren Treffen wurde (zumindest für die nächste Zeit) eine Spenderguppe gefunden. Es wird beim AVV angefragt wie es mit verbilligten Tickets für die Flüchtlinge wäre (Die Linken sind auch weiterhin an einem Sozialticket dran)

Top 3.: Schülestraße
Ein Teil der Schülestraße (im Moment reine Familienunterkunft) wird frei gemacht um Männer aus der Flakkaserne aufzunehmen. Diese Situation weckt Ängste und wird auf Grund der Zusammensetzung vermutlich zu Problemen führen.
Außerdem laufen die Gelder des europäischen Flüchtlingsfonds für die Kinderkurse und andere Angebote aus. Es werden dringend neue Geldgeber gesucht.
Es gibt eine Bürgerstiftung, an die sich möglicher Weise gewendet werden kann.
In München bekommen Flüchtlingskinder ab jetzt auch die Leistungen des Bildungspaketes, vielleicht kann man daran in Augsburg auch anknüpfen
Der Kreistag Neuburg hat 50 Flüchtlingen aus ihrem Lager einen Ausflug spendiert. Möglicherweise kann auch der Augsburger Stadtrat da etwas tun.
Der Kinderkurs geht im Sommer zum Zelten…es werden dringend noch Schlafsäcke und Isomatten gesucht. (An die Forumsmailadresse wenden)

Top 4.: Paten
Die Flüchtlinge haben Teilweise die Erlaubnis zum Auszug. Mit mangelnden Sprachkenntnissen und dem deutschen System ist es für sie aber oft unmöglich selbstständig eine eigene Wohnung zu finden.
Es gibt schon einige freiwillige dafür bei Tür an Tür, dies muss noch weiter verbreitet werden. Wer sich dafür melden möchte, dann am besten auch bei Matthias Schopf-Emmrich melden.
Es gibt auch noch das Bündnis für Augsburg, die bürgerschaftliches Engagement vernetzen. Es wird dort unser Anliegen vorgestellt (AK Schwabmünchen)
Top 5.: Kurzberichte
Am Antirassistischen Fußballturnier haben zwei Flüchtlingsmannschaften teilgenommen. 50 Flüchtlinge aus dem Lager in Neuburg kamen ebenfalls zu Besuch zu diesem Turnier
Die Linke übergab im Mai eine Sachspende aus Spielzeug und Schulmaterialien für die Kinder in der Flüchlingsunterkunft Windprechtstraße
Die Reporter von der Sendung Monitor waren zu Gast in zwei Augsburger Flüchtlingunterkunften und werden aus den Interviews und dem Gefilmten einen Bericht machen. Der Sendetermin steht noch nicht fest, wird aber noch bekannt gegeben.

Top 6.: Grenzenlos Festival
Von Fr. 22. - So. 31. Juli 2011 findet im Gaswerk in Augsburg das Grenzenlos Festival statt. Das Forum kann sich dort mit einem Infostand präsentieren. Wer Zeit und Lust hat sich daran zu beteiligen kann sich an die Forumsemailadresse wenden. Die Kinder der Kinderkurse werden wahrscheinlich auch ein Kulturprogramm dazu beitragen.

Freitag, 8. Juli 2011

Einladung zum Plenum des Augsburger Forums Flucht und Asyl

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freundinnen und Freunde,

am Montag, 11. Juli tagt das Plenum des "Augsburger Forums Flucht und Asyl". Beginn ist 18 Uhr, diesmal in der Männerunterkunft Calmbergstraße, Gemeinschaftsraum (altes, runtergekommenes Gebäude direkt neben dem Polizeipräsidium an der Göggingerstraße)

Es gibt wieder vieles, aktuelles und ewig währendes zu besprechen. Die Arbeitskreise haben hierfür schon Vorarbeit geleistet.
 

Wir hoffen auf ein produktives Treffen, zu dem wieder alle Flüchtlinge und AsylbewerberInnen, sowie alle verschiedenen aktiven Gruppen und Personen, die in der Flüchtlings- und Asylarbeit tätig sind, zusammenkommen, sich austauschen und koordinieren können.

Für eine vielfältige und starke Flüchtlingsarbeit in Augsburg und Umgebung
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Samstag, 2. Juli 2011

Leben als Flüchtling in Augsburg

Im Gespräch zwischen Matthias Schopf-Emrich vom Verein „Tür an Tür – miteinander wohnen und leben“ und dem Soziologie-Dozenten Dr. Alexander Jungmann von der Universität Augsburg wird ein Überblick über die Migrationsbewegungen und die Verhältnisse vor Ort verschafft. Hier kann man die ganze Sendung sehen.

Ein kurzer Clip des Aktiv Studios von der Tour der 1000 Brücken in Augsburg ist hier abzurufen.