Dienstag, 11. Oktober 2011

Abschiebung stoppen!

Es handelt sich um Joyce Ayikoru, die aus Passau in den nächsten Tagen nach Uganda abgeschoben werden soll und auf Geheiß der Ausländerbehörde des LRA Passaus bereits in Abschiebehaft nach Regensburg gebracht wurde.

Anbei findet ihr eine E-Mail und Faxvorlage des Passauer Bündnis für die Rechte der Flüchtlinge um zu protestieren...


An das
Landratsamt Passau
z.H. Fr. Otoo (Personenstands- und Ausländerwesen) und Landrat Meyer
Domplatz 11
94032 Passau

Fax: 0851/397-342                            
                                              
                                                                                                                     Passau, XX.XX.2011
Betreff: Abschiebung von Joyce Ayikoru sofort stoppen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
entsetzt musste ich erfahren, dass Ihre Behörde beabsichtigt Joyce Ayikoru 
in den nächsten Tagen nach Uganda abzuschieben. Dort droht ihr politische 
Verfolgung, womöglich sogar der Tod!
 
Frau Ayikoru gehört zum Volk der Baganda, sie vertrat ihre Dorfgemeinschaft bei Versammlungen. Die ugandische Regierung wollte die Rechte der Baganda beschneiden, der König sollte seine Rechte nicht mehr ausüben dürfen. In Kampala gab es deswegen Ausschreitungen. Sie erfuhr dann, dass sie gesucht werde und beschloss zu fliehen. Seit Anfang 2010 ist sie in Deutschland, wo ihr Asylgesuch jedoch abgelehnt wurde.
Im April diesen Jahres erlitt sie eine Todgeburt, nach welcher sie in psychotherapeutischer Behandlung kam. Nachdem Frau Ayikoru in Abschiebehaft kam hatte sie bei der richterlichen Anhörung einen Nervenzusammenbruch, weshalb sie sofort ins Krankenhaus gebracht wurde. Nach einer Stellungnahme des Anstaltspsychiaters der JVA Aichach vom 14.09.2011 zur Anhörungsfähigkeit sei von einer manifesten depressiven Episode ohne Stabilität auszugehen. Vor dem Hintergrund der krankheitsbedingt geringen Belastbarkeit müsse im Fall einer Vernehmung eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes angenommen werden, u. U. wäre auch mit Lebensüberdruss/Suizidalität zu rechnen. 

Hier in Deutschland hat sie trotz der persönlichen Krisen privates Glück gefunden: sie wird ihren Lebensgefährten heiraten. Frau Ayikoru wartet nur noch auf die Papiere aus Uganda, weshalb sich die Hochzeit noch verzögert hat. Dass Ihre Behörde trotz des schlechten psychischen Gesundheitszustands und den Heiratsplänen Frau Ayikoru abschieben will, ist nicht hinnehmbar.
Ich bitte Sie, Frau Otoo und Herr Landrat Meyer daher inständig, von der Abschiebung abzusehen und Frau Ayikoru sofort aus der Abschiebehaft zu entlassen!

Mit freundlichen Grüßen


Im Namen von Joyce Ayikoru danken wir euch für euer Engagement!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…
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jürgen hat gesagt…
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